Tages- und Festgeld-Turbo mit Zinspilot

Wo liegt das aktuelle Problem?

Durch die Niedrigzinsphase erhält man auf Girokonto und Sparbuch teilweise Negativzinsen, bei Tages- und Festgeldkonten hingegen liegt die aktuelle Rendite typischerweise bei 0% – 0,5% jährlich. Die Inflation schmälert den angelegten Geldbetrag zudem.
Ausländische Banken versprechen allerdings teilweise höhere Zinsen. Um diese attraktiven Angebote möglichst einfach zu nutzen, haben sich Fintech-Unternehmen wie Zinspilot* das Ziel gesetzt, diese für die breite Masse zugänglich zu machen.

Was ist Zinspilot?

Zinspilot* ist eine Online-Plattform für Tages- und Festgeldkonten. Sobald man sich einmalig auf der Plattform registriert, hat man Zugriff auf zahlreiche Bankkonten in diversen europäischen Ländern. Nun kann Geld eingezahlt und online entschieden werden, auf welchem Konto einer ausländischen Bank das Vermögen landen soll. Dabei sind laut eigenen Angaben Zinserträge bis zu 1,85% p.a. möglich. 

Neben Banken in Deutschland, Italien, Österreich oder Frankreich sind auch Angebote aus Malta, Lettland, Großbritannien und vielen anderen Ländern zu finden. 

Risiken der scheinbar risikofreien Anlagen

Auch wenn es sich hierbei um ein Tages- oder Festgeldkonto handelt, sollte man das hier investierte Geld nicht mehr als ‚risikofrei‘ einstufen. Hierbei liegt auch einer der größten Kritikpunkte: Finanzinstrumente, die von vielen im risikofreien Anteil eines Portfolios eingesetzt werden, erleben einen Risikoaufschlag. Das Risiko ist zwar deutlich geringer als bei Investmentmöglichkeiten wie Aktien oder P2P-Kredite, sollte aber trotzdem einkalkuliert werden. 

Es greift zwar die gesetzliche Einlagensicherung, welche Anlagen EU-weit bis zu 100.000€ schützt, eine Entschädigungszahlung erfolgt frühestens nach einer Woche oder kann auch drei Monaten auf sich warten lassen. In diesem Fall sollte man nicht zwangsweise auf das Geld angewiesen sein.

Zudem kann ein zusätzliches Währungsrisiko entstehen, wenn außerhalb der Eurozone investiert wird. So kann der Wechselkurs große Auswirkungen haben, gerade bei höheren Beträgen.

Was es außerdem zu beachten gilt:

  • Einlagensicherung
  • Keine Tricks bei Zinszahlungen
    • Zinszahlung erst am Ende der Laufzeit führt zu keinem Zinseszinseffekt
    • Einmalige Gutschriften bei Konto-Eröffnung dürfen nicht in eine jährliche Rendite mit eingerechnet werden
  • Wirtschaftsstärke des Anlegerlandes
    • Hier sollten Ratings der Agenturen Standard & Poors, Fitch oder Moody’s zur Rate gezogen werden
  • Quellensteuer
    • Vermeidung von Quellensteuer im Heimatstaat der Bank

Nicht in Italien

Einen Haken gibt es allerdings: Zinspilot ist im Moment nicht in Italien verfügbar und kann somit nicht in Südtirol verwendet werden. In Österreich, Deutschland oder der Schweiz kann man Zinspilot problemlos probieren.

Anmeldung

Die Anmeldung ist einfach und kann hier vollzogen werden: zur Registrierung*

Fazit

Mit Zinspilot wurde eine interessante Möglichkeit geschaffen, in ausländische Tages- und Festgeldkonten zu investieren. Jedoch dürfen diese nicht mehr genauso sicher betrachtet werden, wie Investments in einheimischen Banken. 
Um trotzdem von den höheren Zinsen zu profitieren, kann man entweder einen Teil seines Tagesgeldkontos auf die Plattform verfrachten oder auch ein Festgeldkonto erstellen mit Geld, auf das man nicht um jeden Preis zum Laufzeitende angewiesen ist. Im schlimmsten Fall können so z.B. Liquiditätsprobleme der Bank oder Währungsschwankungen ausgesessen werden. Italien wird zur Zeit aus der Zielgruppe ausgeschlossen.

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