Erfahrungsbericht: Geschäftskonto

Im Zuge der Eröffnung einer vGmbH der beiden Verticalinvest Gründer zum Projekt www.print-textures.com war natürlich auch ein Geschäftskonto notwendig. Ein Businesskonto und vor allem jenes einer GmbH bringt besondere Anforderungen mit sich. Wie auch im Privaten, haben allerdings speziell die Kosten des Bankkontos für viele Überlegungen gesorgt.

Anforderungen

Unser exemplarisches Beispiel, die printtextures vGmbH, wird zu Beginn eher im Kleinen agieren und bringt noch keine großen Anforderungen mit sich. Es handelt sich vor allem um einen Webshop, wodurch kein POS Gerät notwendig ist. Mindestens eine EC-Karte und eine Kreditkarte war gewünscht.

Worauf man achten sollte

Limitierungen von Business-Konten finden sich oftmals in den Transaktionen. Ein Geschäftskonto bringt im Normalfall eine bestimmte Menge an kostenfreien Transaktionen mit sich. Werden diese Transaktionen überschritten, wird es schnell teuer. Unsere Recherche hat ungefähr 1,5€ – 2,5€ pro Transaktion über dem Limit ergeben. Eine Transaktion entspricht jeder Bewegung auf dem Konto (Eingang, Ausgang).

Eine Firma will oft mit Kreditkarten ausgestattet sein. EC- oder Debitkarten sind in vielen Fällen im Einsteigerpaket bereits enthalten. Kreditkarten kosten meist Aufpreis (> 100€ / Jahr).

Auch bei einem Geschäftskonto verlangt der italienische Staat Stempelsteuer auf das Konto. Mindestens 100€ jährlich sind dafür fällig.

Vergleich

Wir haben mehrere Banken verglichen. Sowohl online, als auch herkömmliche Bankhäuser wurden angefragt.

Fineco

Die Mailänder Bank verspricht gute Konditionen und eine gute Präsenz im Online Banking. Nach einem Telefonat mit der für Südtirol zuständigen Vertretung wurden uns die Kosten mitgeteilt:

Kostenfrei

Die Rahmenbedingungen inkludieren 200 Transaktionen. Weitere Transaktionen kosten 2,95€. Eine Debitkarte ist inklusive.

Für uns allerdings nicht tragbar: Fineco benötigt 3-4 Wochen um ein Geschäftskonto zu eröffnen. Zudem war in unserem Falle die Kommunikation leider sehr träge (bzw. blieb teils vollständig ohne Rückmeldung), was das Vertrauen in die Bank schmälert.

UniCredit

Die UniCredit Bank hat zuerst überzeugt. Die Kommunikation war schnell und persönlich, alle Rahmenbedingungen wurden mitgeteilt und die Kosten waren tragbar. Mit einem Start-Up Rabatt hätte das Konto inkl. Kreditkarte mit ungefähr 100€ jährlich betrieben werden können.

Raiffeisen

Von uns wurden mehrere Filialen der Raiffeisen angefragt, was zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt hat. Das beste Angebot hat sich inkl. Kreditkarte und online Banking auf 112€ jährlich eingependelt. Hierbei war allerdings zu beachten, dass dieses Angebot ausschließlich für das erste Jahr gültig war. Welche Kosten nachher anfallen würden, konnte uns nicht genannt werden.

N26

N26 bietet ausschließlich Konten für Einzelfirmen, nicht für Gesellschaften.

Holvi

Holvi ist eine finnische Online Bank, die sich ausschließlich auf Geschäftskonten spezialisiert. Trotz der (recht irreführenden) Kommunikation der Bank dahingehend, kann laut Support kein Hauptkonto für eine italienische GmbH erstellt werden. Abgesehen davon wurde uns an’s Herz gelegt, das Hauptkonto nicht in das Ausland zu verlegen.

Sparkasse

Die Südtiroler Sparkasse hat uns als Neukunden und Start-Up einen üppigen Rabatt für die ersten drei Jahre gewährt.

Die Kosten belaufen sich mit Einberechnung des Rabattes auf 120€ jährlich. In diesen Rahmenbedingungen sind eine VISA Kreditkarte und zwei EC-Karten inklusive. Die Transaktionen sind recht begrenzt, allerdings für uns im ersten Moment ausreichend. Online Banking und weitere Annehmlichkeiten sind kostenfrei.

Fazit

Auf das Geschäftskonto der GmbH wird von uns viel Wert gelegt. Insbesondere die Geschwindigkeit und Art der Kommunikation war uns bei der Auswahl des passenden Kontos sehr wichtig. Wie auch bereits aus diesem Artikel ersichtlich, ist Maximilian Kunde der Sparkasse. Maximilian ist Verwalter der vGmbH und entsprechend auch für das Geschäftskonto zuständig. Die Konditionen der Sparkasse sind fast identisch mit jenem der Konkurrenten und bietet sogar noch eine längere Laufzeit der Einstiegskonditionen. Zudem wurde sehr gut und persönlich beraten, schnell reagiert und im Allgemeinen war der Prozess recht einfach und transparent. Die Entscheidung fiel dementsprechend schlussendlich auf die Sparkasse, wobei es sich um eine subjektive Entscheidung handelt.

Wir empfehlen den Vergleich mehrerer Banken und Konditionen. Andere Umständen bringen andere Konditionen und vielleicht andere Vorteile mit sich. Wir freuen uns natürlich auch auf eure Erfahrungen und hoffen, unsere Zusammenfassung hilft bei der Entscheidungsfindung.

– Maximilian

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