Erfahrungsbericht: Beratungsgespräch bei meiner Hausbank

Achtung, dir werden trimestrial 8,55€ Stempelsteuer auf dein Girokonto berechnet, solange mehr als 5000€ darauf liegen.  – so ungefähr erreichte mich telefonisch ein Hinweis von meiner Hausbank. Die Beraterin hat mir nahegelegt, mein Geld zu investieren. Für mich keine neue Erkenntnis, allerdings bot die Wucher-Stempelsteuer einen neuerlichen Ansporn.  Für ein Beratungsgespräch zu den Investitionen könne ich einen Termin in der Bank vereinbaren.

Stempelsteuer

Die angesprochene Stempelsteuer wurde 2012 mit dem Decreto Monti eingeführt. Die Steuer ist für Girokonten mit einem Saldo von über 5000€ geltend und zieht eine Jahresgebühr von 34,20€ (8,55€ / 3 Monate) für physische Privatpersonen mit sich. Firmen dürfen mit 100€ rechnen.

Was kann man dagegen tun?

Die Steuer kann ganz einfach umgangen werden: das Konto auf Tagesgeldkonten, Festgeldkonten oder andere Anleihen verlegen, um den Saldo des Girokontos auf unter 5000€ zu verringern.

Beratung

Gerne bin ich dem Wunsch meiner Hausbank nachgekommen und habe einen Termin zur Beratung entgegengenommen. Um ein Konzept für die Anlagestrategie zu entwickeln, wurde mir eine Investitionspyramide, ähnlich der folgenden gezeigt:

Ganz klassisch sollte die Pyramide veranschaulichen, das Geld gezielt so zu investieren, dass der größte Teil sicher ist und kleinere Anteile risikoreich (mit hoher Rendite) angelegt werden. Sicher ist sicher!

Der unterste Teil, also der sicherste, sollte in ein Tagesgeldkonto fließen. Aufgrund meiner finanziellen Situation und meiner recht risikoreichen Einstellung, wurden mir für den restlichen Teil zwei Fonds empfohlen. Ein Fond mit spärlicher Rendite, allerdings recht verantwortungsbewusst, und ein weiterer Fond mit stark alternierendem Kursverlauf. Natürlich – im Gegensatz zu ETFs fallen für die Fonds recht hohe Verwaltungsgebühren an. Ein weiterer Anteil könnte noch in Staatsanleihen investiert werden, um diesen ebenso recht sicher anzulegen.

Fazit

Die Beratung war meiner Auffassung nach gut, professionell und individuell. Der Input war hilfreich, allerdings nehme ich die Verwaltung weiterhin in die eigene Hand. Trotz der recht attraktiven Angebote, bleiben die Verwaltungsgebühren der gemanagten Fonds der traditionellen Banken recht hoch und nicht in Relation der Möglichkeiten.

Doch trotzdem: Sollte ggf. noch Angst bestehen oder die Erfahrung/das Wissen für das eingeständige Verwalten fehlen, können gemanagte Fonds (vielleicht von der Hausbank) eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit bieten. Je nach Möglichkeit könnte man parallel dazu noch versuchen, die Bank selbst mit kleineren Investitionen zu schlagen – um Erfahrung und Sicherheit zu sammeln.

Bei diesem Bericht handelt es sich um eine persönliche Erfahrung und die subjektive Meinung des Autors.

– Maximilian

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