5 vielversprechende Italien-Aktien

Italien ist immer wieder in der Kritik. Anlass geben eine hohe Schuldenquote und eine strauchelnde Wirtschaft. Trotzdem fallen Qualitätsunternehmen und Newcomer auf, die durchaus Potential beweisen. Wir stellen 5 vielversprechende Italien-Aktien vor, die einen Blick wert sind.

Enel

Den Energiekonzern mit Sitz in Rom haben wir bereits in diesem Artikel vorgestellt. Enel ist führend in der Produktion und Verteilung von Elektrizität in Italien und ist in insgesamt 34 Ländern tätig. Enel exportiert den produzierten Strom in Europa und in den amerikanischen Kontinent. Als 75-größtes Unternehmen der Welt (laut Forbes Global 2000) ist das Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt. Die Nachfrage nach Strom steigt und der Konzern richtet sich nach neuen, umweltfreundlichen Technologien zur Energieerzeugung aus. Wir finden, Enel bringt ein sehr interessantes Risiko/Rendite Profil mit.

Autogrill

Jeder, der als Reisender in Italien auf der Autobahn unterwegs war, kennt das weiß auf rot prangernde „A“. Autogrill ist ein italienischer Konzern, der seit 1977 an Autobahnen und Flughäfen Schnell-Restaurants betreibt. Obwohl das Unternehmen seinen Hauptumsatz an US-Flughäfen generiert, leidet die Autogrill-Aktie schwer unter dem von Corona geplagten Italien. Stabiles Geschäftsmodell mit Wachstums potenzial, günstige Bewertung und ein erfahrenes Management – wir erkennen eine gute Einstiegsmöglichkeit. Die neuen Trends der E-Mobilität spielen dem Unternehmen in die Karten.

Illimity

Italienische Banken rühmen sich in der Vergangenheit mit keinem guten Ruf. Doch Illimity will frischen Wind in diese Branche bringen. Bei illimity handelt es sich um ein 2019 gegründetes Banken-Start-up aus Italien. Der Fokus des Geschäftsmodells liegt auf der Kreditvergabe an KMUs. Das Geschäftsmodell von Illlimity beschäftigt sich vor allem mit der Kreditvergabe an vielversprechenden und jungen Unternehmen. Diese besitzen meistens noch kein oder ein zu niedriges Rating. Mit diversen digitalen Bankdienstleistungen und hoher Festgeldverzinsung mischt die neue Bank unter der Führung des italienischen Poltikers und Managers Corrado Passera auf. Spannendes Potenzial einer noch frischen Bank – mit entsprechendem Risiko.

Exor

Die in den Niederlanden eingetragene Gesellschaft ist der Investmentarm der italienischen Familie Agnelli. Exor hat sich in der Vergangenheit oft durch clevere Deals profiliert und ist Großaktionär von Fiat Chrysler, Ferrari und CNH Industrial sowie des neuen Autoriesen aus Peugeot Citroën und Fiat Chrysler. Mit dem Rückversicherer PartnerRe, Juventus Turin oder dem Verlag The Economist Groupspielt mischt das Unternehmen auch noch in anderen Branchen mit. Exor kontrolliert damit wichtige Ankerpunkte in verschiedenen Geschäftsfeldern.

Atlantia

Das italienische Unternehmen Atlantia betreibt rund 56 Prozent der italienischen Autobahnen und Mautstellen. Abgesehen davon betreibt das Unternehmen auch im Ausland (Europa, Südamerika und Asien) Straßen und Flughäfen direkt oder über die Tochterunternehmen. Das Unternehmen bietet ein stabiles Geschäftsfeld mit interessanter Möglichkeit zur Diversifizierung. Ausbau der Netze in Schwellenländern ermöglichen noch Potenzial und die niedrige Bewertung durch die COVID19-Pandemie könnte eine gute Einstiegsmöglichkeit darstellen.

Fazit

Trotz des schlechten Rufes der italienischen Wirtschaft gibt es viele spannende und oftmals unterschätzte Möglichkeiten. Italienische Unternehmen gehören keineswegs zu den gängigsten Titeln im Portfolio. Trotzdem können bei genauerer Betrachtung einige vielversprechende Italien-Aktien ausgemacht werden.
Aber auch für italienische Staatsbürger sind Dividendenerträge aus italienischen Titeln steuerrechtlich von Vorteil. Italienische Unternehmen sind durchaus ein Blick wert und können zur Diversifizierung eines jeden Portfolios beitragen. Aber: Rendite kommt von Risiko. Auch in diesem Fall soll dieser Gedanke mitspielen.

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