Crowdestor – als Kleinanleger an einzigartigen Projekten teilhaben

Während die Aktienmärkte während der Corona-Krise verrückt spielen, haben die meisten P2P-Plattformen die Krise bis dato gut überstanden. Dazu gehört auch die Plattform Crowdestor. Dabei unterscheidet sich die Plattform in einigen Punkten deutlich von ihrer Konkurrenz. Einige Besonderheiten sind die hohe Rendite und die verschiedensten Geschäftsideen.

Über Crowdestor

Der Name „Crowdestor“ besteht aus den Wörtern Crowd + Investor und versteht sich als eine P2P-Plattform. Anders als ihre großen Konkurrenten wie Mintos oder Estateguru, spezialisiert man sich nicht auf Privatkredite oder Immobiliendarlehen. Vielmehr werden Crowdfunding ähnliche Kampagnen gestartet, bei denen „Baker“ nicht Produkte sondern Rendite erhalten. Meist handelt es sich um Geschäftsideen im Balkanraum bzw. dem europäischen Osten.

Screenshot der Crowdestor-Website: offene Investitionsmöglichkeiten

Die Mindestanlagesumme unterscheidet sich von vielen anderen P2P-Anbietern. So kann auf Crowdestor beispeilsweise erst ab einer Summe von 50€ pro Projekt investiert werden.

So funktioniert’s!

Nachdem man sich bei Crowdestor registriert und das erste Geld in sein Konto eingezahlt hat, können unter der Projekt-Seite verschiedene Kampagnen eingesehen werden. Unter dem jeweiligen Kampagnenbild wird eine kleine Übersicht angezeigt. Die Übersicht gibt Informationen zum benötigtem Kapital, der Laufzeit, das bereits erhaltene Kapital, dem Kredittyp und Ort. Details werden beim Öffnen der Kampagne ersichtlich!

Genauso wie bei seinem Bruder aus der Crowdfunding Welt „Kickstarter“ , wird das von den Investoren zur Verfügung gestellte Kapital erst dem Projekt zur Verfügung gestellt, nachdem die Finanzierungsrunde erfolgreich war. Das heißt, nur wenn die geforderte Mindestsumme zusammengekommen ist, wird das Projekt auch finanziert. Sollte die Mindestsumme nicht erreicht werden, erhält jeder Investor sein eingesetztes Kapital natürlich zurück.

Screenshot der Crowdestor-Website: ein bereits gefundetes Projekte (links) neben einem, welches bereits das Geld wieder an seine Investoren ausgeschüttet hat.

Rendite = Risiko!

Auch hier wollen wir wieder betonen, dass die hohen Zinsraten nicht ohne Risiko den Investoren zur Verfügung gestellt werden. Nicht selten sind Projekte mit einem Zinssatz von mehr als 15% p.a. zu finden. Trotzdem handelt es sich bei Crowdinvesting, genauso wie bei Crowdfunding, um eine heutige Zahlung mit Hoffnung auf Erfolg eines Projekts in der Zukunft. Anders als bei Estateguru gibt es keine beliehenen Objekte wie z.B. Hypotheken auf Immobilien. Man stellt also nicht nur Kapital zur Verfügung, sondern übernimmt auch einen erheblichen Teil des Risikos.

Unsere Erfahrungen

Nach über einem Jahr konnten wir durchwegs gute Erfahrungen mit Crowdestor machen. Die Kommunikation mit Investoren ist gut, wenn auch nicht genauso stark wie z.B. bei Mintos. Dafür macht es besonders Spaß, in die verschiedensten Projekten zu investieren. Die Rückzahlungen und die Ausschüttung zwischenzeitlicher Zinsen verlief stets problemlos und pünktlich.

Als wohl kuriosestes Projekt, welches uns in letzter Zeit aufgefallen ist, lässt sich die Finanzierung einer gesamten Konzerttournee der US-amerikanischen Band Limp Bizkit einstufen. Dafür waren mind. 500.000€ notwendig, welche auch in kürzester Zeit aufgebracht wurden.
Viele nachhaltige Projekte stehen ebenso zur Auswahl. So werden immer mal wieder Finanzierungen von Forstbetrieben oder Bildungseinrichtungen angeboten.

Screenshot der Crowdestor-Website: beide Projekte wurden bereits finanziert, das linke Projekt hat sogar schon seine Schulden bei den Investoren begliechen.

Bei den Projekten handelt es sich oft um spezifische Projekte. Branchenkenntnisse oder gute Vorkenntnisse können entsprechend beim Senken des Risikos helfen.

Fazit

Im Vergleich zu den eintönigen P2P-Investments auf Plattformen wie Mintos, Estateguru oder Bondora bietet Crowdestor sehr viele abwechslungsreiche Projekte. Besonders gute Projekte schließen die Finanzierungsrunde „leider“ immer sehr schnell ab. Das heißt, schnell sein lohnt sich oftmals.
Auch die hohe Rendite sticht hervor, die natürlich auch ihren Preis hat: nicht immer gibt es Rückkaufgarantie oder Sicherstellungen seitens Kreditnehmer für die einzelnen Krediten. Dafür kann man sich mit Crowdestor auch als kleiner Privatanleger schon ein bisschen wie Venture-Capital-Geber fühlen. 😉

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