Best Places to Work vs S&P 500

Nicht nur Familienunternehmen wie z.B. Sixt performen oftmals besser als ihre Konkurrenten im Index, sondern generell Firmen mit einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit. Zu diesem Fazit ist eine Studie von Glassdoor gekommen. Die genannte Studie untersucht die mit dem Award „Best Places to Work“ ausgezeichneten Unternehmen.

Outperformance nur durch einzelne Sektoren?

Deutlich zu erkennen ist, dass der Bärenanteil der Best Places to Work in der IT-Branche beheimatet ist. Dieser Markt ist in den letzten Jahren deutlich stärker gewachsen als Konkurrenten aus anderen Sparten. Natürlich muss dieser Fakt hierbei berücksichtigt werden.

Branchenaufteilung der Best Places to Work

Der Vorteil wird besonders deutlich, wenn man die Best Places to Work im NASDAQ mit denen im S&P 500 vergleicht. Jene im Technologieindex brachten es in den Jahren von 2009 bis 2019 auf durchschnittlich 24,9% jährliche Rendite während die Best Places to Work, gelistet im S&P 500, es „nur“ auf 16,9% bringen konnten.

Des Weiteren brachten auch die Retail Branche und Unternehmens- und Fachdienstleistung überdurchschnittliche Gewinne ein. Zu den drei schlechtesten Sparten gehören hingegen das Baugewerbe, der Energiesektor und Versicherungen.

Performance

Kommen wir nun zum spannenden Teil: wie sieht die tatsächliche Rendite aus? Verglichen wurden die besten Arbeitgeber des Jahres nach Glassdoor und der S&P 500 Index. Die Grafik unterstreicht, dass in der Zeitspanne von 2009 bis 2019 in 9 von 11 Jahren die Best Places to Work den S&P 500 Index sehr deutlich outperformen konnten.

Jährliche Aktienrenditen der Best Places to Work VS dem S&P 500

Die schlechte Performance im Jahr 2016 ist vor allem auf 3 Unternehmen zurückzuführen. Vivint Solar, Twitter und NIKE wurden mit einem schweren Jahr und teils starken Aktienrückgängen konfrontiert.

Den größten Beitrag überhaupt konnte WholeFoods im Jahr 2009 erbringen. Das Unternehmen brachte 191% Rendite in nur einem Jahr. Mittlerweile gehört WholeFoods zu Amazon.

Best Places to Work 2020 – Top 5

Es stellt sich nun die Frage, welche Unternehmen im aktuellen Jahr den begehrten Arbeitgeber-Preis von Glassdoor abräumen konnte. Die folgenden Unternehmen wurden 2020 mit dem Best Places to Work Award ausgezeichnet:

Hubspot (Ticker: HUBS)

Hubspot ist ein Spezialist für Marketing, Sales und Kundenservice, gegründet 2016 am MIT. Bereits ein Jahr später kommt das Unternehmen auf einem Umsatz von 375,6 Mio. USD.

Bain&Company (Ticker: -)

Gehört zu den weltweit führenden Management- und Unternehmensberatungen. Gegründet wurde das Unternehmen 1973 und der Hauptsitz befindet sich in Boston. Zum Leid von Privatanlegern ist Bain&Company wie die meisten anderen Beratungsgesellschaften nicht börsennotiert.

DocuSign (Ticker: DOCU)

DocuSign kümmert sich seit 2003 um die Verwaltung elektronischer Vereinbarung und die Erleichterung in derem Umgang. Der Hauptsitz befindet sich in San Francisco, Kalifornien.

In-N-Out Burger (Ticker: -)

In-N-Out Burger ist ein US-amerikanisches Fast Food Restaurant welches bereits 1948 gegründet wurde. Das Familienunternehmen beschäftigt ca. 18.000 Mitarbeiter und der Großteil der Filialen sind an der amerikanischen Westküste anzutreffen.

Sammons Financial (Ticker: -)

Sammons Financial ist eine Holdinggesellschaft mit dem Tätigkeitsbereich Finanzen und Versicherungen.

Wie auch bei den Unternehmen 2020 sind auch in den anderen Jahren börsengelistete und auch nicht öffentlich handelbare Unternehmen untersucht worden.

Fazit

Jeder Anleger sucht seine Positionen nach anderen Kriterien aus. Das Mitarbeiterverhältnis und die Mitarbeiterzufriedenheit stellen sich als gute Indikatoren heraus und sind entsprechend einen Blick wert.
Allerdings beinhaltet die angeführte Studie lediglich die Sichtweise eines Unternehmens (Glassdoor) und bietet somit keine ausreichende Historie (also mit Vorsicht zu genießen). Trotzdem kann ein besonders positives Verhältnis zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern nachweislich zu einer besseren Arbeitsmoral führen. Eine gute Arbeitsmoral drückt sich meist in erhöhter Produktivität aus.

Und wer weiß, vielleicht gibt es in Zukunft bald auch schon einen ETF mit den Best Places to Work! 😉

What’s the Culture worth? Hier geht’s zur Glassdoor-Studie!

Weitere Quellen: glassdoor.com, wikipedia.org, yahoo finance

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