Wie verhält man sich im Corona-Crash?

Das sogenannte „Corona“-Virus COVID-19 hat mit zunehmender Anzahl der Infizierten immer mehr Auswirkungen auf Privatpersonen. Abgesagte Events, Quarantänen, Richtlinien. Und auch Unternehmen sind wirtschaftlich betroffen, was sich an der Börse widerspiegelt. Erste Stimmen sprechen vom „Corona-Crash“. Tatsächlich hat der MSCI World Ende Februar einen Rückgang von ca. 17% erfahren. Erste Anleger reagieren mit Panik. Was ist dran am Corona-Crash? Und wie verhält man sich am Aktienmarkt nun richtig?

Was ist passiert?

So schnell nach unten wie Ende Februar 2020 ging es zuletzt am Aktienmarkt während der Finanzkrise 2008. Angefangen in China, wo durch die Schließung ganzer Metropolen Produktionen stillgelegt wurden, betrifft der wirtschaftliche Rückgang inzwischen die ganze Welt.
Viele Millionen Menschen bekommen Zwangsurlaub erteilt und müssen Zuhause bleiben. Die Produktion und der Konsum bleibt aus. Ein Produktionsstopp in China bedeutet aber auch das Zusammenbrechen von wichtigen Lieferketten, in denen China oftmals eine entscheidende Rolle spielt.

MSCI WORLD seit 1.10.2019

Nach und nach breitet sich das Virus aus und immer mehr Länder sind betroffen. Die Aussicht auf weitere einschränkende Maßnahmen wird an der Börse sofort im Preis eingepriesen und Aktienkurse stürzen ab. Viele Anleger ziehen sich entsprechend aus den Märkten zurück. Man befürchtet, dass durch das Virus die Gewinnprognosen von Unternehmen immer mehr geschwächt werden und eine „Rezessionsangst“ setzt bei Anlegern ein.

Ein Blick in die Vergangenheit

„Coronavirus“ ist nicht das erste Virus seiner Art und vor allem nicht die erste Epi- bzw. Pandemie, die Auswirkungen auf die Börse nimmt. Im März 2003 wütete das Virus „SARS“ (aus der gleichen Familie des Corona-Virus). Auf der folgenden Grafik lässt sich feststellen, dass der Index mit weiteren Neuinfektionen im März 2003 deutlich fiel, sich aber in den darauffolgenden Monaten schnell erholte, als sich die Situation verbesserte.

MSCI WORLD 2003

Somit kann davon ausgegangen werden, dass sich die Kurse recht schnell auch nach dieser Epidemie wieder erholen werden.

Wie wird es weitergehen?

Die nächsten Monate sind noch ungewiss, da die Auswirkungen des neuartigen Virus selbst noch nicht bekannt sind. Ein Viertel der deutschen Unternehmen erwartet für das erste Halbjahr 2020 einen Umsatzrückgang um mehr als 20 Prozent, fast genauso viele ein Minus von zehn bis 20 Prozent. Trotzdem lässt sich vermuten, dass das Virus und dessen Auswirkungen sich langsam abschwächen. Lieferketten werden sich neu ordnen und Unternehmen Kosten senken. Somit werden sie langfristig gestärkt aus solchen Krisen hervorgehen. Dass sich die Kurse auch nach größeren Rückgängen wieder nach oben bewegen, wurde in der Vergangenheit oft genug bewiesen.

Einige Finanzanalysten kritisieren derzeit die Anfälligkeit und Verstricktheit der globalen Wirtschaft ist. Für die Zukunft kann das bedeuten, dass viele Produktionen wieder „nach Hause“ geholt werden, um weniger Abhängigkeiten von fremden Ländern zu schaffen.

Wirtschaft in Südtirol

Anfang März wurde Südtirol von Deutschland als Risikogebiet eingestuft. Rund 50% der Südtiroler Touristen stammen aus Deutschland, was nun mit einem starken Rückgang im Tourismus erkenntlich gemacht wird. Urlaube werden storniert, Geschäftsreisen bleiben aus. Ähnlich verstrickt wie die globale Wirtschaft, ist auch die Wirtschaft in Südtirol. Durch das Ausbleiben von Touristen in Hotelanlagen, werden auch Freizeitangebot weniger besucht, die Auslastung auf Handwerker sinkt und der allgemeine Konsum sinkt. Trotzdem sollte es sich auch hier nur um kurzzeitige Effekte handeln.

Was tun an der Börse?

Wie Eingangs angesprochen, gibt es starke Kursrückgange in den allermeisten Unternehmen und Indizes. Schaut man im Crash in sein Depot, können die Verluste Angst bereiten. Ein guter Anleger sollte allerdings stets den langfristigen Blick auf die Börse haben. Langfristig werden sich die Kurse wieder erholen und die Zahlen wieder steigen. Bedeutet konkret: Ruhe bewahren. Denn aktuell zeigt sich, wer seine Risikobereitschaft richtig eingeschätzt hat und wer nicht.

Mutige hingegen nutzen den aktuellen Tiefpunkt aus, um nachzukaufen. Der aktuelle Kurs ist mehr als vorteilhaft, um sein Depot aufzustocken. Der nächste Hochpunkt kommt gewiss.

Unser Tipp: Buy & Hold!

Sollten die Kurse kurzfristig weiter fallen, hilft nur Zuversicht und Disziplin. Jeder Anleger an der Börse sollte seine Risikobereitschaft kennen und wissen, dass Rendite immer von Risiko kommt. Kurze Rücksetzer müssen ausgehalten werden können, ansonsten sollte man seine Portfolio-Allokation überdenken.

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