Das Mintos-Risiko im Jahr 2020

Mintos* ist eine der größten P2P-Plattformen. Da das Unternehmen seine Website besonders nutzerfreundlich und übersichtlich gestaltet, erfreuen sich besonders Anfänger am leichten Einstieg.
Als gegen Jahresende der durchschnittliche Zins weniger wurde, kamen jedoch vermehrt Anleger in Sorge. Ist aktuell wirklich besondere Vorsicht geboten?

Das Risiko im P2P-Bereich

Wer sich mit dem Thema P2P-Kredite bereits auseinandergesetzt hat, weiß wie das Prinzip funktioniert und dass die versprochene Rendite natürlich vom dementsprechenden Risiko kommt. Alle anderen können ihr Wissen nochmals mit unserer Einführung und der Schritt-für-Schritt-Anleitung in den P2P-Sektor auffrischen.

Persönlich haben wir in den letzten 2 Jahren ausschließlich gute Erfahrungen machen können, wobei wir verschiedenste Plattformen wie Mintos, Grupeer, Estateguru, u.v.m. getestet haben. Ausgefallen sind uns noch keine Kredite, auch wenn sich die Rückkaufgarantie bereits beweisen musste.

Was war los bei Mintos?

Auch wenn es Zoff mit vor allem eine Kreditanbieter auf der Plattform gab, liegt der zwischenzeitliche Rückgang der Zinsen nicht daran.
Zum einen ist das beschriebene Phänomen von verschiedenen Bloggern bereits in den vergangenen Jahre im Herbst beobachtet worden. Zum anderen dürfen wir aber auch nicht das Prinzip von Angebot und Nachfrage außen vorlassen.

Wie die Grafik zum Jahresrückblick von Mintos zeigt, haben sich die Investoren im letzten Jahr deutlich mehr als verdoppelt. Die Kreditanbahner (also Vermittler zwischen Endkunden und Investoren) konnten hingegen nicht ganz so stark wachsen.

Folglich drängen immer mehr Investoren auf die Plattformen. Immer schneller sind deshalb die besten Kredite an andere vergeben, aber auch der P2P-Marktzins sinkt. So auch der durchschnittliche Zins bei der Invest&Access Möglichkeit, welcher von ca. 11,5% auf 10,86% in den letzten Monaten korrigiert wurde.
Mittlerweile steigen die Zinsen jedoch wieder leicht. Und kann man sich bei einer Rendite über 10% wirklich beschweren?

Ist also besondere Vorsicht geboten?

Nicht mehr als vorher auch. Es wird ganz klar abgeraten, einen großen Teil seines Kapitals in P2P-Kredite, geschweige denn in nur einen Anbieter zu stecken. Bei ausreichender Diversifikation im Portfolio helfen aber P2P-Kredite sogar, Volatilität zu senken. Das liegt daran, dass der P2P-Sektor nicht besonders stark mit den Aktienmärkten korreliert. Lars Wrobbel, von passives-einkommen-mit-p2p.de, ist z.B. mit ca. 14% seines Gesamtkapitals im P2P-Bereich investiert. Dabei diversifiziert er außerdem mit Hilfe seiner über 15 Plattformen noch weiter.

Fazit

Für uns sind P2P-Plattformen eine interessante Möglichkeit, das eigene Investment-Portfolio zu diversifizieren. Zu viel Geld in einzelne Plattformen zu stecken halten wir hingegen für riskant. Das bezieht sich aber auf jede Asset-Klasse, nicht nur P2P.
Anders als bei Aktien verlieren die Kredite bei möglichen Krisen nicht an Wert, sondern können teilweise total ausfallen. Auch ein anschließender wirtschaftlicher Aufschwung bringt deshalb kein Geld zurück.
Solange das Risiko bewusst der Anteil am Portfolios jedoch sinnvoll gewählt wurde, investieren wir persönlich gerne in den ein oder anderen P2P-Kredit, besonders bei Mintos! 😉

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